„Wie in einem Agentenfilm“ – So erlebt der Operator die TABTOUR

Es ist immer wieder spannend zu sehen, wenn eine TABTOUR startet. Als Operator verfolge ich auf meinem Monitor, wie sich die Teams im Spiel anmelden und dann nacheinander auf der Karte in Form von kleinen Symbolen erscheinen. Für die Technik sind bis zu 1.000 Spieler gleichzeitig kein Problem. Es kann überall auf der Welt und sogar an mehreren Orten gleichzeitig gespielt werden.Über UMTS stehen alle Teilnehmer der TABTOUR untereinander und mit mir in Verbindung. Sie können Fragen stellen und Hilfe anfordern, sollte es mal nicht weitergehen oder ein Notfall vorliegen. Meine bisher größte Gruppe bestand aus 600 Teilnehmern. Da kommt im Verlaufe eines Events ein kleines Buch an Schriftverkehr zusammen.Der Arbeitsaufwand fällt jedoch bei der TABTOUR, dank des Einsatzes modernster Technik, im Vergleich zu klassischen Stadtrallyes deutlich geringer aus. Heute navigieren die Spieler per GPS mit ihren Tablet-PCs zu den Aufgaben des Spiels. Die jeweiligen Zielpunkte müssen wir zuvor festlegen. Sind die genauen Koordinaten aber einmal gespeichert, kann ich als Operator jede beliebige Aufgabe dort digital hinterlegen. Erreichen die Spieler den Zielpunkt, erscheint auf dem Tablet-Monitor ein Filmchen, ein Bild oder eine Frage. Diese Möglichkeiten sind fantastisch. Habe ich beispielsweise in einer Stadt 100 so genannte TABSPOTS (Zielpunkte) angelegt, kann ich diese immer wieder neu mit Aufgaben belegen und muss mein Büro dafür nicht einmal verlassen. Früher sind wir vor einer Stadtrallye mit den Mitarbeitern jeden einzelnen Zielpunkt angelaufen und haben dort Hinweise oder kleine Gegenstände versteckt. Das war ganz schön mühsam und ist für Großgruppen, die mehrere Hundert Menschen umfassen, nicht umsetzbar.Die TABTOUR spart aber nicht nur eine Menge Handarbeit, sondern bietet auch den Kunden größtmögliche Flexibilität. Unternehmen können in Vorbereitung auf das Event Wünsche bezüglich des Inhaltes äußern. Es lassen sich Videos, Logos oder Bilder problemlos einbauen und auch Fragen und Rätsel individuell formulieren. Auf diese Weise kann man den Spaß am gemeinsamen Abenteuer und den Wissenstransfer sehr gut in Einklang bringen. Ein Beispiel: An einer Station könnten die Teilnehmer nach zentralen Bestandteilen ihrer Firmenphilosophie gefragt werden. So sehen Entscheider sehr genau, ob bestimmte Inhalte bei den Mitarbeitern verankert sind und wo es Weiterbildungsbedarf gibt. Für die Spieler hingegen bringt es viel mehr Spaß, solche Abfragen im Rahmen einer digitalen Schnitzeljagd zu beantworten, anstatt im stickigen Seminarraum zu sitzen.Die Technik erlaubt mir zudem, jederzeit in den Spielverlauf einzugreifen. Mit einer kurzen Nachricht an alle Spieler lassen sich ein neuer Sammelpunkt für die TABTOUR oder eine kurze Pause bei einem Regenschauer innerhalb von Sekunden vereinbaren. Manchmal fügen wir auch spontan eine Sonderaufgabe ein, die besonders viele Punkte bringt. Solche Aufgaben eignen sich gut, um zu sehen, wie flexibel die Teams auf neue Situationen reagieren und wie sie gegebenenfalls ihre Strategie ändern.Am Ende einer TABTOUR steht immer eine kurze Auswertung mit allen Spielern. Besonders beliebt ist die Zusammenfassung des Spielverlaufs im Zeitraffer. Es sieht vor allem bei großen Gruppen witzig aus, wenn sich die vielen Symbole im Eiltempo auf der Karte bewegen. Die TABTOUR bietet dank der permanenten Datenverbindung über UMTS auch tiefgreifende Analysen, wenn dies vom veranstaltenden Unternehmen gewünscht wird.

Besonders gut gefällt mir als Operator jedoch die Verbindung von realer und digitaler Welt. Mit Hilfe der Tablet-PCs werden für die Spieler im Stadtbild Dinge sichtbar, die andere Menschen nicht wahrnehmen. Das ist ein bisschen so wie in einem Agentenfilm. Wir versuchen immer auch den besonderen Charakter eines Ortes mit in das Spiel zu integrieren. Dazu werden meist Fakten aus den Bereichen Geschichte und Kultur genutzt. In Berlin haben wir eine Tour entwickelt, die die deutsche Teilung thematisiert und in der sogar Schauspieler in Originalkostümen mitspielen.

Erfahrungsbericht – unsere Stadtrallye durch Berlin

Die größte Herausforderung bei der Vorbereitung unseres Firmenevents bestand darin, alle 500 Mitarbeiter aktiv und zur selben Zeit zu beteiligen. Als die Berater der Teamgeist GmbH dann eine Stadtrallye mitten durch Berlin vorgeschlagen haben, war ich zuerst skeptisch. Doch die TABTOUR hat mich überzeugt.Als ich den Tablet-PC am Morgen unserer Veranstaltung startete, lief alles wunderbar. Die Leute von Teamgeist haben mit viel Fantasie und Liebe fürs Detail die Innenstadt von Berlin für alle 500 Kollegen in einen großen digitalen Abenteuerspielplatz verwandelt. Während ich noch ungläubig die Karte auf dem Display überflog und mir überlegte, welche Aufgaben mein Team und ich zuerst ansteuern sollten, bewegten sich die anderen Gruppen bereits. Ich fand es toll, dank GPS immer auf dem Display sehen zu können, wo die anderen gerade sind. Auf diese Weise bleibt man geistig in Bewegung und kann seine Strategie an die der Mitspieler anpassen.Viel Zeit zum Diskutieren bleibt nicht. Man ist selbst bei der Abstimmung mit der Mannschaft immer in Bewegung. Als wir am Alexanderplatz das erste Rätsel gelöst hatten, lagen wir noch ziemlich weit hinten, weil andere Teams einfach flotter unterwegs waren. Doch wir haben schnell verstanden, dass es für uns die bessere Strategie ist, gezielt die komplizierteren Aufgaben mit einem hohen Punktwert anzulaufen und so insgesamt weniger Strecke zurücklegen zu müssen. Es war toll, zu sehen, wie alle mitgemacht haben und sich gegenseitig motivierten. Besonders witzig fand ich die Möglichkeit, mit anderen Teams Kurzmitteilungen und Bilder austauschen zu können. Das spornt nochmal ordentlich an, wenn plötzlich ein Foto der Kollegen reinkommt, die an der nächsten Station bereits die Siegerposen üben.Besonders beeindruckt hat mich an der TABTOUR, wie Spiel und reale Stadt miteinander verschmelzen. Teamgeist hat viel Geschick dafür bewiesen, auch interessante Fakten zur Historie und zu Denkmälern der Stadt mit in die Tour einzubauen.Für den ersten Platz hat es zwar nicht gereicht, aber darum ging es auch nicht. Für mich war es eine tolle Erfahrung, die Menschen aus den anderen Büros und Abteilungen besser kennenzulernen. Auch die Auswertung am gemütlichen Lagerfeuer hat mir gezeigt, dass wir mit der Entscheidung, an einer TABTOUR teilzunehmen, goldrichtig lagen. Alle tauschten sich noch stundenlang über ihre Erlebnisse aus. Einige versuchten sogar noch einmal, die Rätsel zu rekapitulieren, an denen sie im Spiel gescheitert waren.

Ein besonderes Highlight war die Zusammenfassung durch den Operator am Ende des Tages. Er hat uns die zurückgelegten Strecken noch einmal im Zeitraffer auf der Videowand gezeigt. Was für ein Gewusel bei 500 Leuten. Ich konnte kaum glauben, dass wir insgesamt 14 Kilometer gelaufen sind. Die Zeit verging wie im Flug.

Vielen Dank für diesen tollen Tag.

H. Singer